Ratgeber-Telefon mit Experten
Donnerstag, den 19. November 2009, 10 bis 17 Uhr
Kostenfreie Rufnummer 0800 – 0 60 40 00
Wenn der Körper an Krebs erkrankt, leidet oft auch die Seele. Die Behandlung einer Krebserkrankung sollte daher im Idealfall auch ein therapeutisches Hilfsangebot umfassen, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer Krebserkrankung zugeschnitten ist: die Psychoonkologie. Psychoonkologen helfen Krebspatienten und auch ihren Angehörigen, die schwere Erkrankung zu meistern und das Leben mit Krebs aktiver zu gestalten. Bei unserer „Sprechstunde Brustkrebs: Krebs und Psyche“ finden betroffene Frauen nicht nur Rat zu den neuesten medizinischen Therapien. Sie können zudem mit Experten anonym darüber sprechen, wie sie besser mit den psychischen Folgen ihrer Erkrankung zurecht kommen oder ihre persönliche Lebensqualität verbessern können.
Die seelische Krise meistern
Eine Brustkrebserkrankung und ihre Behandlung bedeutet für die betroffenen Frauen eine große Belastung. Viele Patientinnen brauchen bei der Krankheitsverarbeitung Hilfe – sonst können Sorgen, Niedergeschlagenheit und Hilflosigkeit überhand nehmen. Damit das nicht passiert, sollten Betroffene rechtzeitig die Hilfe eines Psychoonkologen in Anspruch nehmen. Psychoonkologen haben meist eine klassische Psychotherapieausbildung und sind durch spezielle Fortbildungen in besonderem Maße für die Behandlung von Krebspatienten spezialisiert. Dabei steht nicht die Krankheit, sondern der ganze Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen und sozialen Beziehungen im Mittelpunkt. Angehörige und Lebenspartner können also mit in den therapeutischen Prozess einbezogen werden. Das Ziel: die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Der Weg dahin kann ganz unterschiedlich aussehen: Der einen Patientin hilft das Erlernen von Entspannungstechniken, der anderen eine Musik-, Kunst- und Tanztherapie oder eine Auseinandersetzung mit dem Leben insgesamt.
Moderne Therapien belasten häufig weniger
Der in der Psychoonkologie entwickelte Begriff der Lebensqualität bleibt dabei nicht ohne Folgen für die medizinischen Therapien. Er hat mit dazu beigetragen, dass bei der Erforschung neuer, individueller Behandlungsmethoden die Belastungen durch die Behandlung viel stärker berücksichtigt werden. So gibt es heute bei bestimmten Formen von Brustkrebs zum Beispiel die Möglichkeit, die Behandlung in Form von Tabletten zu Hause durchzuführen. Bei dieser zielgerichteten Therapie blockieren so genannte „kleine Moleküle“ – so genannte Tyrosinkinasehemmer – wichtige Signalwege in der Zelle, so dass der Tumor langsamer oder gar nicht mehr wächst. Durch die orale Therapieoption sind die Patientinnen in ihrem Alltag viel flexibler, da sie für die Behandlung nicht in die Klinik kommen müssen – das erhöht ihre Lebensqualität.
Kostenloser Expertenrat am Telefon
In meinem privaten Umfeld kann ich ganz gut über meine Brustkrebserkrankung sprechen. In meinem beruflichen Alltag weiß ich hingegen gar nicht, wie ich mit dem Thema umgehen soll. Mit welchen Einschränkungen durch die Behandlung muss ich rechnen?
Kommen die zielgerichteten Therapien auch für mich infrage?
Seit meiner Brustamputation habe ich große Probleme, meinen „neuen“ Körper zu akzeptieren. Wie finde ich einen Psychoonkologen in meiner Nähe?
Diese und alle weiteren Fragen zum Thema „Brustkrebs und Psyche“ beantworten Ihnen die Experten unserer Lesertelefonaktion – einfühlsam, vertraulich und mit Sachverstand:
- Dr. med. Elke Keil
- PD Dr. med. Diana Irina Lüftner
- Dr. med. Friederike Marie-Charlotte Siedentopf
- Dr. med. Angela Wiedau
- Dr. med. Axel Widing
Donnerstag, den 19. November 2009, von 10 bis 17 Uhr.
Gebührenfreie Hotline: 0800 – 0 60 40 00.

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